Behind the Scenes

Malte Kappes

In case you were googling me: this might answer some questions. Or raise new ones.

Malte Kappes vor Hochhausfassade, Düsseldorf
Düsseldorf

“Entrepreneur. SaaS, commerce & whatever seems like a good idea.

No five-year plan. Seems to be working.”

Ich bin Malte Kappes, Unternehmer und Gründer von Rogue Works.

Die Französische Bulldogge von Malte Kappes liegt in einem grauen Ohrensessel und schaut in die Kamera.
Der Aufsichtsrat. Tagt täglich, meistens im Liegen.

Mein beruflicher Hintergrund liegt ursprünglich ziemlich weit weg von SaaS, E-Commerce und digitalen Produkten. Nach meinem Universitätsabschluss habe ich in verschiedenen Bereichen gearbeitet – unter anderem Energie, Immobilien und Infrastruktur. Als Angestellter, Projektverantwortlicher und irgendwann als Unternehmer.

Heute verbringe ich den Großteil meiner Zeit damit, Unternehmen und Produkte zu bauen.

Nicht unbedingt, weil das irgendwann der große Masterplan war. Eher weil ich festgestellt habe, dass ich ziemlich gut darin bin, Dinge zu sehen, die unnötig kompliziert, schlecht gelöst oder erstaunlicherweise noch gar nicht gelöst sind.

Und weil ich wenig Geduld damit habe, darauf zu warten, dass es jemand anderes macht.

Rogue Works

Solving problems without creating new ones.

Rogue Works ist die Home Base für meine unternehmerischen Projekte.

Eine Boutique SaaS Factory, wenn man unbedingt ein Label dafür braucht. In der Praxis entstehen hier allerdings nicht nur Softwareprodukte. Unter dem Dach leben unterschiedliche Ventures aus SaaS, Commerce, Webdesign und anderen Bereichen, in denen sich ein Problem findet, das interessant genug ist, um es zu lösen.

Die Branchen wechseln. Der Ansatz bleibt ziemlich gleich.

Ein gutes Produkt muss für mich nicht möglichst viele Features haben. Es muss ein konkretes Problem möglichst gut lösen.

Das klingt banal. Ist es offenbar nicht.

Viele Produkte lösen heute ein Problem und schaffen dabei drei neue. Software braucht ein Onboarding, um das Onboarding zu verstehen. Webseiten brauchen Agenturen, damit man eine Telefonnummer ändern kann. Shops brauchen erst einmal ein kleines E-Commerce-Studium, bevor der erste Artikel verkauft wird.

Rogue Works versucht das Gegenteil.

Problem finden. Unnötiges entfernen. Lösung bauen.

Kein Over-Engineering. Keine Features, weil sie auf einer Roadmap gut aussehen. Und möglichst keine Produkte, für deren Bedienung man einen Abschluss in Raketenwissenschaft braucht.

Die Projekte entstehen dabei selten am Whiteboard mit der Frage: Was könnten wir als Nächstes gründen?

Meistens beginnt es mit einem Satz wie:

Warum ist das eigentlich so kompliziert?

Das ist normalerweise ein ziemlich guter Anfang.

Was daraus entstanden ist

02Viso

Deutschland verliert gerade ziemlich viel Wissen.

Mit dem Renteneintritt der Babyboomer verlassen Menschen Unternehmen, die teilweise seit 20, 30 oder 40 Jahren wissen, wie ein Betrieb wirklich funktioniert. Viel davon steht in keinem Handbuch, keinem SharePoint und keiner Prozessbeschreibung.

Es steckt in Köpfen.

Viso wurde entwickelt, um genau dieses Wissen zu sichern.

Das System führt KI-gestützte Interviews mit Mitarbeitern, strukturiert und kategorisiert ihr Erfahrungswissen, erkennt Wissensrisiken und Widersprüche und macht sichtbar, wo Unternehmen abhängig von einzelnen Wissensträgern sind.

Im Grunde Wissenssicherung, bevor jemand merkt, dass es dafür bereits zu spät ist.

03FRNT Studio

FRNT Studio entstand aus einer anderen Beobachtung:

Es gibt unglaublich viele gute Unternehmen mit unglaublich schlechten Webseiten.

Nicht weil die Unternehmen schlecht geführt wären. Sondern weil ihre Website irgendwann vor acht oder zehn Jahren gebaut wurde und seitdem niemand mehr Lust hatte, das Thema wieder anzufassen.

Also haben wir den klassischen Agenturprozess gestrichen.

Keine monatelangen Projekte. Keine fünf Workshops. Keine laufenden Agenturkosten.

FRNT Studio baut moderne Websites zum Festpreis innerhalb weniger Tage – inklusive eines einfachen Backends, über das Unternehmen Inhalte, Öffnungszeiten oder Texte selbst ändern können.

Eine Website sollte schließlich für ein Unternehmen arbeiten. Nicht umgekehrt.

01Comy

Einen Onlineshop aufzubauen ist heute einfacher als früher.

Einfach ist es trotzdem nicht.

Gerade für Vereine, Creator, Communities oder Einzelpersonen beginnt E-Commerce schnell mit Fragen zu Shopsystem, Produkten, Fulfillment, Retouren, Zahlungsabwicklung und Compliance – lange bevor überhaupt jemand etwas verkauft hat.

Comy dreht das Prinzip um.

Shop erstellen. Produkte auswählen. Starten.

Das Inventar steht bereit und die Infrastruktur dahinter ist bereits gelöst. Kein eigenes Lager, kein kompliziertes Setup und keine große Anfangsinvestition.

Die Idee dahinter ist simpel: Man sollte ausprobieren können, ob Commerce für einen funktioniert, bevor man Geld und Monate darin versenkt.

04My Statement

Nicht jedes Projekt muss ein komplexes Problem der deutschen Wirtschaft lösen.

Manchmal reicht auch eine gute Idee auf einem T-Shirt.

My Statement ist ein drop-basierter Streetwear-Shop mit einer relativ einfachen Haltung: Kleidung darf wieder etwas sagen.

Sarkastisch, direkt und gelegentlich etwas unangenehm.

Neue Drops. Neue Statements. Keine Motivationssprüche.

05Radschläger

Und dann gibt es noch ein Projekt, das deutlich älter ist als Rogue Works.

Der Radschläger gehört zu Düsseldorf wie der Dom zu Köln – auch wenn man das in Düsseldorf vermutlich ungern als Vergleich hört.

Radschläger.com hat aus diesem Wahrzeichen eine moderne Stadtmarke gemacht.

Daraus entstanden über die Jahre Produkte und Kooperationen unter anderem mit Fortuna Düsseldorf, der Düsseldorfer EG, diversen Duty-Free-Stores am Düsseldorfer Flughafen und der WFAA – der Werkstatt für angepasste Arbeit, in der Menschen mit Behinderungen arbeiten.

Ein lokales Projekt, das irgendwann deutlich größer geworden ist als die ursprüngliche Idee dahinter.

Malte Kappes mit seiner Französischen Bulldogge
Off the clock

Und jetzt?

Keine Ahnung.

Das ist zumindest die kurze Antwort.

Ich glaube nicht besonders an Fünfjahrespläne. Märkte verändern sich zu schnell, Technologien sowieso und die interessantesten Möglichkeiten kündigen sich erfahrungsgemäß nicht drei Jahre vorher im Kalender an.

Ich glaube eher daran, aufmerksam zu bleiben.

Ein Problem zu erkennen. Zu prüfen, ob es wirklich eines ist. Und wenn die Antwort ja lautet, etwas zu bauen, das es löst.

Manche dieser Ideen werden Unternehmen. Manche Produkte. Manche verschwinden wieder.

Das gehört dazu.

Rogue Works gibt ihnen einen Ort, an dem sie entstehen können.

Und solange irgendwo noch Dinge unnötig kompliziert sind, dürfte uns die Arbeit nicht ausgehen.

Malte Kappes Entrepreneur. SaaS, commerce & whatever seems like a good idea.